Wie sollte man vermögenswirksame Leistungen anlegen?

Ich habe heute erfahren, daß mein Arbeitgeber sich entschlossen hat den Mitarbeitern eine Förderung in Form von vermögenswirksamen Leistungen zukommen zu lassen. Dazu hab ich mich mal informiert und schreibe meine Erfahrungen in diesem Bericht nieder.

Bislang hatte ich noch überhaupt keine Ahnung gehabt, was vermögenswirksame Leistungen sind. Deshalb habe ich mich zum Thema mal informiert und war überrascht, welche Vorteile man davon haben kann. Vermögenswirksame Leistungen werden vom Arbeitgeber auf freiwilliger Basis gezahlt und können im Monat bis zu 40 Euro betragen. Diese Leistungen werden nicht besteuert und müssen in eine bestimmte Sparform eingezahlt werden. So kann man sich etwas Kapital ansparen oder eine zusätzliche Altersvorsorge aufbauen, was ich am sinnvollsten halte. Diese Bestimmungen sind im fünften Vermögensbildungsgesetz aufgeführt und alle Leistungen gesetzlich geregelt.

Zu den möglichen Sparformen für VL Leistungen zählen:

  • Banksparplan
  • Kapitallebensversicherung oder Riester Rente
  • Bausparvertrag
  • Baukredit Tilgung
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Fondssparplan

Damit erschließt sich für Arbeitnehmer eine zusätzliche Möglichkeit etwas Geld anzusparen oder sich eine zusätzliche private Altersvorsorge aufzubauen. Zusätzlich zu den vermögenswirksamen Leistungen vom Arbeitgeber kann man bei einem Bausparvertrag noch eine staatliche Förderung durch die Arbeitnehmersparzulage erhalten, wenn man unterhalb gewisser Einkommensgrenzen verdient. Dann kann man nach sieben Jahren Einzahlung in eine dieser drei Sparformen die Arbeitnehmersparzulage vom Staat beantragen. Mehr Informationen zur Arbeitnehmersparzulage findet man hier: https://www.vermoegenswirksame-leistungen.eu/arbeitnehmersparzulage

Die staatliche Förderung mit Arbeitnehmersparzulage

Leider oder zum Glück verdiene ich über diesen Einkommensgrenzen und habe kein Anrecht auf die Arbeitnehmersparzulage. Aber gerade für Geringverdiener sind diese staatlichen Leistungen durchaus lohnenswert, denn man kann bis zu 400 Euro Förderung im Jahr erhalten. Wenn man 7 Jahre lang von vermögenswirksamen Leistungen profitieren kann, dann erhält man so ein recht nettes Sümmchen.

Die VL Leistung beantragen muss man beim Arbeitgeber und diesem dann auch gleich den Sparvertrag mitteilen, den man dazu abgeschlossen hat. Nur dann kann der Arbeitgeber die Beträge auch abführen. Wenn man keine Arbeitnehmersparzulage zu den VL Leistungen erhält, dann ist man recht frei in der Auswahl des geeigneten Sparproduktes.

Der Fondssparplan bietet die höchtsen Rendite Aussichten

Für mich bedeuten die zusätzlichen Geldbeträge eine Möglichkeit, um langfristig einige Rücklagen für das Alter aufzubauen. Dazu habe ich mir einen Fondssparplan ausgesucht, von dem ich mir langfristig den höchsten Wertzuwachs erhoffe. Laut dem Fondsverband BVI liegt die durchschnittliche Rendite bei deutschen Aktienfonds in den letzten 10 Jahren bei über 7 Prozent. Wenn man das mal mit den mickrigen Zinsen bei anderen Sparformen für vermögenswirksame Leistungen vergleicht, dann ist das schon ein gewaltiger Unterschied.

Ich habe den Investmentfonds Sparplan für die VL Leistungen gewählt, weil ich nicht unbedingt an das angesparte Geld herankommen muß und es langfristig angelegt sehen möchte. Wer in zwei oder drei Jahren an das Geld kommen muß, für den bietet sich eher ein Banksparplan an, bei dem es allerdings so gut wie keine Zinsen mehr gibt.

Besonders interessant sind vermögenswirksame Leistungen auch für Menschen, die später mal selbst genutzten Wohnraum nutzen wollen. Also für jeden, der vom eigenen Haus oder der Eigentumswohnung träumt. Hier gibt es vom Staat die Förderung mit der Arbeitnehersparzulage, wenn man die Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Aber auch ohne die Förderung kann das Bausparen hilfreich sein oder die zusätzliche Kredittilgung, wenn man schon eine eigene Immobilie finanziert hat. Weitere Informationen zu vermögenswirksame Leistungen findet man hier: https://www.vermoegenswirksame-leistungen.eu

Lohnt sich die Altersvorsorge mit Lebens- oder Rentenversicherung?

Ich mache mir Gedanken über meine Altersvorsorge, denn das allgemeine Rentenniveau bei der gesetzlichen Rentenversicherung reicht nicht für ein sorgenfreies Leben im Alter.

Wieso bekommt man so wenig Rente?

Wenn ich mir ansehe, wieviel Rente einige ältere Menschen bekommen, dann wird mir Angst und Bange. Ich kenne einige, die von 800 Euro Rente leben sollen. Doch bei den heutigen Lebenshaltungskosten ist das kaum möglich.

Da stellt sich mir als erstes die Frage, warum erhält man so wenig Rente?
Dazu habe ich mir mal meinen Rentenbescheid vorgenommen, der jedem Bundesbürger einmal im Jahr von der Deutschen Rentenversicherung zugesendet wird. Die darin enthalten Werte lassen für meine Zukunft nichts gutes vermuten. Ich habe jetzt mal mit einem Brutto-Netto Lohnrechner den Anteil ausrechnen lassen, der bei einem fiktiven Bruttogehalt in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wird. Bei einem durchschnittlichen Monatsgehalt von 3300 Euro in Deutschland sind dies 311,85 Euro vom Arbeitnemer und noch mal das selbe vom Arbeitgeber. Macht zusammen 623,70 Euro im Monat und 7484,40 Euro im Jahr.

Und da die Deutsche Rentenversicherung eine umlagefinanzierte Rente ist, gibt es auf die Einzahlung eben auch keine Zinsen. Eine Rentenerhöhung gibt es aber trotzdem, denn die Rente ist an die Bruttolohnentwicklung gekoppelt und diese erhöht sich im allgemeinen jedes Jahr durch die Lohnerhöhungen. Allerdings steuert die Inflation dieser nominalen Erhöhung entgegen, denn die Inflation verringert die Kaufkraft der Bürger. Bei einer Inflationsrate von 1,5 Prozent kann man sich in einem Jahr eben 1,5 Prozent  weniger von seinem Geld kaufen.

Wenn man jetzt also 20 Jahre die durchschnittliche Rente einzahlt, dann bekommt man eben auch etwa nur das heraus, was man heute einzahlt. Also etwa 623 Euro, die bei 1,5 Prozent durchschnittlicher Lohnerhöhung und damit Rentensteigerung etwa 840 Euro ausmachen. Nur kann man sich damit eben nur soviel kaufen, wie heute für 623 Euro. Puhh, das ist nicht wirklich viel… Wer 40 Jahre einzahlt, der erhält etwa das doppelte, immer noch nicht wirklich beruhigend.

Wie kann man privat fürs Alter vorsorgen?

Aus obigen Überlegungen ergibt sich, daß die gesetzliche Rente nicht reicht, um sorgenfrei leben zu können. Es muss also privat fürs Alter vorgesorgt werden.

Als Angestellter hat man die Möglichkeit mit einer staatlich geförderten Riester Rente vorzusorgen. Dazu werden eigene Beiträge in einen Riester Vertrag eingezahlt und dazu gibt es eine staatliche Förderung. Das Prinzip dahinter ist ein privater Ansparvertrag, der meist auf einer kapitalbildenden Lebensversicherung oder Rentenversicherung beruht. Leider ist die Kapitallebensversicherung bei vielen Verbraucherverbänden in Verruf geraten. Doch man sollte dabei berücksichtigen, daß es kaum Alternativen zur Kapitallebensversicherung am Markt gibt und die Renditen anderer Altersvorsorgeprodukte noch schlechter sind.

Allerdings liegt dies weniger an den Versicherungsgesellschaften, als vielmehr an den sinkenden Zinsen. Denn das Zinsniveau ist durch die Leitzinssenkungen immer weiter gesunken. Dadurch ist es den Kapitallebensversicherungen nicht mehr möglich, hohe Überschussbeteiligungen zu erzielen. Trotzdem lohnt sich eine gute kapitalbildende Lebensversicherung immer noch, denn diese erzielen mit über 3,5 Prozent immer noch mehr, als die üblichen 1 Prozent auf dem Zinsmarkt.

Auch die Rürup Rente beruht auf Lebensversicherungsverträgen

Für Selbständige gibt es die Möglichkeit eine Rürup Rente abzuschließen. Dieser Rürup Rentenvertrag beruht auf einem ähnlichen Prinzip, wie der Riester Vertrag. Nur gibt es hier keine Förderung in Form von Zulagen, sondern der Vorteil ergibt sich aus der Absetzbarkeit der Beiträge. Dies reduziert die Steuerlast während der Jahre, in denen man arbeitet. Und wenn man in Rente geht, sind die Einnahmen meist geringer, so daß unter dem Strich eine Steuerersparnis herauskommt. Welche Rentenhöhe man bei welcher Einzahlung zu erwarten hat, dass kann man mit einem online Rürup Rente Rechner ausrechnen. Einen guten Rürup Rente Rechner findet man hier: brutto-netto-gehaltsrechner.net/ruerup-rente-rechner

Eine Variante bei allen oben erwähnten Formen der Altersvorsorge sei noch erwähnt: die fondsgebundene Form. Bei der fondsgebundenen Renten- oder Lebensversicherung wird als kapitalbildender Teil von den Versicherungsgesellschaften nicht der Zinsmarkt, also Staatsanleihen, gewählt, sondern Investmentfonds. Die Beiträge werden also nicht in festverzinsliche Staatsanleihen investiert, sondern in Investmentfondsanteile.

Mit dieser Anlageform konnte man in den letzten Jahren höhere Renditen erzielen, als mit der klassischen Kapitallebensversicherungsvariante. Allerdings muss man den Anbieter sorgfältig auswählen, denn nicht jeder Fonds erzielt gute Anlageerfolge.

Weitere Informationen zur Rürup Rente bietet die Bundesregierung.

Weitere Möglichkeiten

Als weitere Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge fallen mir als erstes Immobilien ein. Die selbstbewohnte Wohnung oder das Haus garantiert einem im Alter zumindest ein sicheres Heim. Allerdings müsste ich mich heute stark verschulden, um den Kaufpreis zu leisten. Das schreckt erst mal ab, denn man ist auch über Jahre an den Ort und die Immobilie gebunden.

Fazit: ich glaube, daß sich für mich die klassische Variante mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung eignet. Allerdings sind die Renditen im Moment wirklich nicht berauschend.

Der Anlagenotstand in Deutschland

Jetz habe ich nach Jahren das erste Mal etwas Geld was ich anlegen könnte und dann stelle ich fest, daß es schwierig ist eine gute Geldanlage zu finden.

Anlagenotstand durch niedrige Zinsen

Mit dem Sinken der Zinsen sind auch die sicheren Anlagemöglichkeiten abhanden gekommen. Weil die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf nur noch 0,05 Prozent gesenkt hat, ist es den Banken und anderen Geldanlage Anbietern kaum möglich eine gute Verzinsung zu bieten. Wer jetzt sicher und gut Geld anlegen möchte, der hat kaum noch Möglichkeiten zur Verfügung.

So habe ich festgestellt, daß man sein Geld auf einem Festgeldkonto nur noch zu einem Zinssatz von maximal 1,3 Prozent anlegen kann. Damit liegt der Festgeldzins unterhalb der Inflationsrate, wobei die Kapitalertragssteuer noch gar nicht eingerechnet ist. Das ist also eine Kaufkraftvernichtung für angespartes Kapital und kommt nicht in Frage.

Doch wie geht es weiter?
Die Europäische Zentralbank hat schon angedeutet, daß man im Falle einer drohenden Deflation in Europa die Zinsen auch negativ werden lassen könnte. Das bedeutet, daß die Banken selbst auf ihre Einlagen bei der EZB Zinsen zahlen müssen, statt welche zu erhalten. Diese Kosten würden sie an die Kunden, also uns Geldanleger, weitergeben und so auch die Zinsen auf Tagesgeld- und Festgeldkonten noch weiter senken.

Eine riskantere Geldanlage für langfristige Zeiträume wählen

Da ich kein Geld verlieren möchte, sondern mein Erspartes vermehren, kommt eine Festgeldanlage also nicht mehr in Betracht. Denn wenn man die Inflation berücksichtigt, dann wird das Geld immer weniger wert.

Doch welche Alternativen gibt es?
Tja, da wird es schwierig. Ich habe mich mal über die verschiedenen Investfonds informiert und herausgefunden, daß es auch weniger riskante Fonds gibt. Wenn man Geld in Dachfonds anlegen möchte, dann sollte man beachten, daß die Renditen bei einem Dachfonds im Vergleich zu anderen Investmentfonds eher mäßig sind. Dafür bieten die Dachfonds aber eine hohe Risikostreuung. Das liegt daran, dass ein Dachfonds in andere Investmentfonds investiert, welche wiederum in Aktien investieren. So wird das Anlagerisiko breit gestreut und das Ausfallrisiko einer einzelnen Aktie stark verringert. Mehr Informationen zu Dachfonds erhält man hier: www.geld-anlegen.eu/dachfonds-vergleich

Die Auswahl der Fonds ist entscheident

Das wichtigste bei der Geldanlage in Dachfonds scheint mir zu sein, welche Anlageziele der Fonds verfolgt. Man sollte sich diese Anlagestrategie genau ansehen und darauf achten, in welche Investmentfonds der Dachfonds investiert. Denn diese Fonds sollten eine gute Wertentwicklung versprechen. Das gelingt am besten, wenn der Dachfonds nicht nur in die Fonds der eigenen Fondsgesellschaft investiert, sondern sich unabhängig die besten Anlagemöglichkeiten aussuchen kann.

Auch auf die Nebenkosten achten

Wenn man Investmentfonds kauft, dann benötigt man ein Depotkonto, welches auch Wertpapierdepot genannt wird. Auf diesem Depotkonto werden dann die Käufe und Verkäufe der Investmentfonds verbucht. Natürlich sollte man hier die Konditionen vergleichen, denn die Kosten verringern schließlich die Rendite der Geldanlage. Mit einem Wertpapierdepot Rechner kann man herausfinden, wo man die geringsten Gebühren zahlen muß. Je nach Anlagevolumen berechnet der Depotrechner die günstigsten Wertpapierdepots, denn es macht einen Unterschied, welche Summen man zur Verfügung hat. Einen guten Depotvergleich findet man hier: brutto-netto-gehaltsrechner.net/depotvergleich

Bei den Kosten sollte man natürlich auch die Verwaltungskosten der Investmentfonds selber im Auge behalten. Manche Dachfonds verursachen immense Verwaltungskosten, wodurch der Anlageerfolg geschmälert wird. Allerdings ist die alles entscheidende Einflussgröße immer noch die Kursentwicklung der zugrunde liegenden Investmentfonds und Aktien. Das sollte man nie vergessen!

Weitere Informationen über Investmentfonds erhält man beim BVI, dem deutschen Fondsverband.